Harald Martenstein – Der Titel ist die halbe Miete

Mehrere Versuche über die Welt von heute

Der Autor Harald Martenstein:

ist seit 30 Jahren als Journalist tätig. Erst Redakteur für die Stuttgarter Zeitung und immer noch für den Berliner Tagesspiegel. Im Jahr 2002 begann er seine Kolumne „Lebenszeichen“ für die ZEIT, die am 24. Mai 2007 ihren Namen zu „Martenstein“, und ihren Veröffentlichungsort ins ZEIT-Magazin LEBEN wechselte.

 

Was hat es mit dem Buch auf sich?

Mehr noch als in anderen Journalismus-Sujets, sammelt der Kolumnist seine Stammleserschaft. Leser, die angesichts des Humors Verwandtschaftsgefühle hegen, die sich am Zusammenwurf der verschiedenen Seins-Ebenen erquicken und Leser, die gerne Leserbriefe schreiben, um sich über unfeine Sprachausdrücke zu mokieren. Aber immerhin Leser.

Und die Kolumnen, schade um ihre meist nur wöchentliche Erscheinung, sind die mit Geschmacksverstärker angereicherten FastFood-Gerichte unter den Journalistischen Texten-schnell zu lesen, machen Hunger auf mehr.

Da liegt die Veröffentlichung als Sammelband auf der Hand. Dass die Überlegung kein Fehlschlag war, beweist schon die Tatsache, dass es sich bei „Der Titel ist die halbe Miete“ schon um den dritten Band der Kolumnenreihe handelt.

Die Kolumnen in Buchform

Vom Leben gezeichnet. Tagebuch eines Endverbrauchers. Hoffmann und Campe, Hamburg 2004

Männer sind wie Pfirsiche. Subjektive Betrachtungen über den Mann von heute mit einem objektiven Vorwort von Alice Schwarzer. C. Bertelsmann, München 2007

 

Worum geht es?

Um das Leben.

In alphabetischer Auflistung von Aphorismus bis Werbung, alles über die Problemchen des Alltags.

 

Für wen:

Leichte und niveauvolle Unterhaltung für ehemalige oder angehende Leser des ZEIT-Magazins.

Für Kolumnen-Junkies.

In Bus, U-Bahn oder Tram.

 

Lieblingszitat:

„Über das Fasten

Fasten gilt als in und hip, als Statussymbol. Nur Wohlhabende und Gebildete fasten. Nur reiche Menschen trinken wochenlang keinen Alkohol und meiden Süßigkeiten. Die superreiche Fraktion isst außerdem kein Fleisch. Bill Gates verzichtet wahrscheinlich auch auf Suppen und Soßen.                                                                             Ich esse gar nichts.“ (S.39)

 

Warum wir es lesen sollen:

Es ist unterhaltsam.

 

Martenstein erhielt 2008 für seine Kolumne den Henri-Nannen-Preis in der Kategorie Humor.

 

2008 C. Bertelsmann Verlag, München

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.