Sicherheit im Schnee: Bist du richtig ausgerüstet?

Wer selbst schon einmal einen Unfall auf der Piste oder in Tiefschneegebieten miterlebt hat, der weiß: Eine gute Ausrüstung ist der Grundstock für jede gelungene Rettungsaktion und oft überlebenswichtig.  Wir haben für euch die wichtigsten Dinge zusammengestellt, die ihr unbedingt bei euch haben solltet.

 

Pflichtausrüstung für Touren in Gebieten abseits der gesicherten Pisten

Die Standard-Lawinen-Notfallausrüstung sollte von jedem Tourengeher vollständig mitgeführt werden. Diese ist Voraussetzung, um im Fall einer Lawine erste Hilfe leisten zu können und hilft auch dem Verschütteten schneller gerettet zu werden.

Zur Pflichtausrüstung gehören ein Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), eine Sonde und eine Schaufel.

 

  1. Das LVS-Gerät

Mit dem Lawinenverschütteten-Suchgerät lässt sich die Position des Verschütteten mit Hilfe von drei Antennen schnell und genau bestimmen. Preisgünstigere Modelle mit weniger Antennen  zeigen einen deutlichen Nachteil in Geschwindigkeit und Genauigkeit. Da die meisten Geräte heutzutage updatefähig sind, lohnt es ich zum Winteranfang das LVS-Gerät beim Händler auf die aktuelle Version zu prüfen. Zu Beginn jeder Tour sollte das Suchgerät eingeschalten und ein Gruppen-Check durchgeführt werden.

 

  1. Lawinenschaufeln

Es gibt einige Dinge, die man beim Kauf einer Lawinenschaufel beachten sollte. Das Schaufelblatt sollte aus Aluminium bestehen und nicht zu klein sein. Die Maße 28x25cm sind optimal, zu klein und das effiziente Schaufeln wird extrem erschwert. Außerdem sollte die Schaufel einen ausziehbaren Teleskopgriff besitzen, sodass sie leicht im Rucksack verstaut werden kann. Praktisch ist es auch, wenn sich das Schaufelblatt als Hacke ummontieren lässt.

 

  1. Lawinensonden

Eine gute Lawinensonde sollte mindestens 240cm lang sein und sich mit Hilfe eines Schnellspannsystems in Sekundenschnelle ausklappen können. Es ist hilfreich, wenn die Sonde mit farblich markierten cm-Angaben versehen ist, sodass sich die Verschüttungstiefe rasch bestimmen lässt.

 

  1. Das individuelle Extra: der Lawinenrucksack

Ein Lawinenrucksack besitzt spezielle Airbags von circa 200 Litern Volumen und minimiert so in einer fließenden Lawine die Gefahr der Totalverschüttung. Während dem Lawinenabgang kann das Airbag-System mit einem Handgriff ausgelöst werden. Zum Freeriden und für kurze Tagestouren eignet sich ein Rucksack mit 15-20 Litern Fassungsvermögen. Bei längeren Touren, die sich vielleicht sogar über mehrere Tage erstrecken, empfehlen wir auf eine Rucksackgröße von 25-40 Litern zurückzugreifen.

 

Pflichtausrüstung für das Skifahren und Snowboard in gesicherten Pistengebieten

  1. Der Helm

Das Tragen eines Helms ist für viele Skifahrer und Snowboarder in den letzten Jahren zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Erfreulicherweise tragen circa 90% aller Menschen einen Helm auf den Pisten. In Deutschland gibt es keine Helmpflicht, jedoch bemüht sich der Deutsche Ski Verband um die Aufklärung der Wichtigkeit des Helms. In Österreich besteht für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre Helmpflicht.
Damit der Helm den perfekten Schutz im Falle eines Sturzes bieten kann, sollte er nicht zu locker sitzen und immer geschlossen sein.

 

  1. Der Rückenprotektor

Rückenprotektoren tragen hingegen nur knapp über 10% der Wintersportler, obwohl die häufigsten Verletzungen im Wirbelsäulen- und Brustbereich auftreten. Der Rückenprotektor schützt beim Aufprall den Oberkörper, verhindert, dass sich spitze Gegenstände in den Rücken bohren und dient zur Stabilisation der Wirbelsäule. Er sollte von der Halswirbelsäule bis zum Steißbein reichen und idealerweise auch über die Schulterblätter gehen. Rückenprotektoren in Form einer Weste spenden Wärme und können eine Kleidungsschicht ersetzen. Wer auf einen Rucksack nicht verzichten will, der kann sich einen Rucksack kaufen, der Rückenprotektor kompatibel ist, bzw. schon einen integrierten Protektor hat.

 

Jeder sollte sich bewusst machen, was es heißt, ohne Schutzausrüstung unterwegs zu sein, die vor allem abseits der Pisten überlebenswichtig sein kann.

Allgemein gilt: lieber zu viel Schutz als zu wenig!

 

Euer Dakine Shop Team

 

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Daniela P

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