Marian Keyes – Sushi für Anfänger

Adieu Tristesse – Langsam aber steten Schrittes traben wir der Sommer-Sonne-Strand-Saison entgegen. Für die Frühurlauber die passende Liegestuhllektüre – ein Hauch von amüsantem, romantischen Nichts – für die Noch-Zuhause-gebliebenen beispielhafte Pulp Fiction.

Doch um nicht zu tief zu stapeln: die Autorin Marian Keyes gehört zu den Meisterinnen ihres Fachs.

Worum geht es?

Lisa, Chefredakteurin einer Auflagenstarken Londoner Frauenzeitschrift, wird ins trübgraue Dublin versetzt – nicht ganz der Karriereschritt den sie geplant hatte – um dort ein neues Frauenmagazin aufzubauen. Ungewohnt viele Fast-Protagonisten und einiges Überraschendes.

 

Für wen:

„post-feminist woman“

 

 

Specials:

Von der A-Diät, über die Nachtisch-Variante, zur Publicity-Diät, lernen wir alles über die Stadtmädchen Art der Gewichtskontrolle.

 

Warum wir es lesen sollten:

schonmal sowas gelesen?

 

Die Autorin Marian Keyes:

In Cork geboren, in Dublin aufgewachsen, lebte nach ihrem abgebrochenen Jurastudium längere Zeit in London. Mit 30 ertränkt sie ihr geringes Selbstwertgefühl in Alkohol, beginnt Kurzgeschichten zu schreiben und macht eine Entziehungskur. 1995 wird ihr erster Roman „Wassermelone“ veröffentlicht. Heute lebt sie im Alter von 48 Jahren, mit ihrem britischen Angetrauten, wieder in Dublin.

 

Einige Bücher:

Wassermelone/ Lucy Sullivan wird heiraten/ Rachel im Wunderland/ Pusteblume/ Erdbeermond/ Der hellste Stern am Himmel

 

Überraschenderweise gleicht kein Buch dem anderen. Keyes weiß die Themen der Lady-Belletristik voll auszuschöpfen. Immer neu, spannend und unerwartet zu Ende.

 

Keyes über sich:

(…)“I used to be addicted to shoes, handbags and chocolate in all its wonderful forms. I’ve given up the chocolate, and I’m learning to cook proper food. All quite normal, really.“

 

Lieblingszitat:

„Abgesehen von der Aufmerksamkeit, die sie normalerweise ihrem Haar, ihren Nägeln, ihrer Haut, ihrem Make-up und ihrer Bekleidung widmete, nahm sie enorme Mengen an Vitaminen ein, trank sechzehn Gläser Wasser am Tag, schnupfte nur ganz selten Kokain und ließ sich alle sechs Monate Botulin in die Stirn spritzen, das die Muskeln lähmte und für ein faltenfreies Aussehen sorgte. Seit zehn Jahren war sie permanent hungrig. So hungrig, dass sie es kaum noch bemerkte. Manchmal träumte sie davon, ein dreigängiges Menü zu essen, aber die Menschen träumten ja von den merkwürdigsten Dingen!“ (S.106)

 

Wilhelm Heyne Verlag München, 2000

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.