Momentaufnahme: Trambahn abwärts

Die Türen schließen und die Tram setzt sich summend in Bewegung. Eine Computerstimme sagt die nächste Haltestelle an, sonst ist es ruhig, die meisten Fahrgäste schweigen. Nur vereinzelt werden leise Unterhaltungen geführt.

Nach ein paar Stationen geht es steil bergab, vorbei am Nockherberg, runter zur Isar. Plötzlich wird aus dem Summen ein Rattern. In den Kurven wird man umher geworfen, wer steht hält sich hastig fest. Die Fahrgäste hangeln sich von einem Haltegriff zum Nächsten, um einen freien Sitzplatz zu erreichen. Dann hat man auch schon den Berg hinter sich, quert die Isar, ist in der Innenstadt.

An jeder Ampel wird gehalten, man hat Zeit, die Umgebung genauer zu betrachten. Durch die Fenster kann man sich die keinen Läden in den Straßen anschauen, den Menschen beim Bummeln zusehen. Beinahe wie bei einer Stadtrundfahrt. Zwar dauert eine Fahrt mit der Tram oft länger als mit der U-Bahn, ist aber viel schöner. Fast schon ein Luxus in dieser schnelllebigen Zeit.

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