USA Teil 3 – Auf den Spuren der Vergangenheit


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Mayflower II

Auf dem Weg nach Boston machen wir einen Zwischenstopp in Plymouth. An diesem Fleckchen Küste sind 1620 die ersten Puritaner aus England in der Neuen Welt angekommen. An Board der Mayflower befanden sich über 100 Auswanderer, die auf der Suche nach einem neuen Leben in religiöser Freiheit waren. Basti und ich betrachten den berühmt berüchtigten Plymouth Rock, auf dem die Mayflower damals anlegte. Wir gehen an Board der originalgetreu nachgebauten Mayflower II, die im Hafen von Plymouth liegt. Dieses Schiff, das heute v.a. als Museum dient, wurde in den 1950er Jahren in England konstruiert und segelte im Gedenken an die alten Puritaner in 55 Tagen ohne moderne Technik von Plymouth, England nach Plymouth, USA. Trotz ähnlicher Übersee-Bedingungen war die Ankunft vor Ort wohl etwas anders. Denn von den ursprünglichen Passagieren blieb in der Neuen Welt nur ein Bruchteil übrig. Zahlreiche Einwanderer sind durch die nagende Kälte und ein geschwächtes Immunsystem während der Reise oder kurz nach der Ankunft gestorben. Und auch die anderen hätten es alles andere als leicht gehabt, hätten ihnen nicht einige freundliche Ureinwohner geholfen die harten Wintermonate zu überstehen. Zum Dank machten sich die europäischen Siedler schon bald daran die Indianer einen nach dem anderen auszurotten. Sei es durch Krankheitserreger aus Europa gegen die die Native Americans nicht immun waren, oder durch Gewaltanwendung und Verschleppung. Die Neuankömmlinge wollten von der „Wir waren eigentlich zuerst da“ – Theorie offensichtlich nichts wissen und nahmen sich über die kommenden Jahrzehnte und Jahrhunderte was sie wollten…aber das ist wohl eine andere Geschichte…

Boston Public Garden

Nach diesem Ausflug in die frühen Anfänge der heutigen USA machen wir uns auf den Weg nach Boston. Von Schimmelunterkünften die Nase voll checken wir erstmal im dicken Plaza Hotel mitten in der Innenstadt ein. Na gut – es gab da so ein extrem günstiges 48-Stunden Angebot im Internet. Trotzdem kommen wir uns total toll vor und fühlen uns gleichzeitig auch ein wenig fehl am Platz. Sofort ziehen wir los und streifen durch die abendlichen Straßen dieser wunderschönen Stadt. Um 9 finden wir uns im Boston Common, dem Stadtpark ein, denn dort wird heute Abend auf einer Freiluftbühne das Shakespeare Stück „All’s well that ends well“ aufgeführt. Die nächsten zwei Stunden sitzen wir gespannt auf einer Parkbank, verfolgen das Stück und schlecken Ben & Jerry’s Chocolate Fudge Brownie.

Am nächsten Tag machen wir uns auf die Spuren des Freedom Trail, der quer durch die Stadt führt und uns an diverse historisch bedeutsame Orte bringt, wie z.B. das Old South Meeting House, in welchem wichtige Aktionen der Amerikanischen Revolution beschlossen und geplant wurden, wie etwa die Boston Tea Party – eine Protestaktion gegen die erhobene britische Teesteuer auf die Kolonien Neu Englands. Außerdem auf dem Freedom Trail zu finden ist das Wohnhaus von Paul Revere, einem Volkshelden der Revolution, der seine Mitpatrioten vor englischen Soldaten warnte. So wie das Old State House, die Park Street Church und deren angrenzenden Friedhof, auf dem zahlreiche wichtige Persönlichkeiten des Unabhängigkeitskriegs begraben liegen; auch gehts vorbei an der Faneuil Hall und in den Quincy Market, einem wahren Schlaraffenland.

Harvard Campus

Die Tage in Boston vergehen wie im Flug. Nach dem Besuch zahlreicher Ausstellungen zur Amerikanischen Revolution und ihren Hauptbeteiligten schlendern wir verträumt durch den wunderhübschen Boston Public Garden – einem Park wie im Märchenbuch. Wir spazieren durch das rote Backsteinviertel Beacon Hill und dem italienisch angehauchten Northend. Natürlich statten wir auch Cambridge bzw. der berühmten Harvard University einen Besuch ab. Der Campus, der jetzt vor allem von Touristen gesäumt ist, erstreckt sich über einen so großen Raum, dass man das Gefühl bekommt in einer eigenen Stadt zu sein. Andächtig schlendern wir über die verschlungenen Pfade zwischen den verschiedenen Institutsgebäuden und stellen uns vor, wie es wohl wäre hier zu studieren, selbst Teil der berühmten Ivy League zu sein.

Anhaltender Regen, der sich schön langsam durch die Kleidung und vor allem meine extrem unpraktischen Stoffschuhe frisst zwingt uns zurück in die Realität. Wir steigen in die U-Bahn und fahren nach downtown, wo wir noch einige tolle Tage erleben. Dann hüpfen wir erneut ins Auto und die Reise geht weiter. Bostons Skyline liegt hinter uns, vor uns erstreckt sich der lange Highway nach Norden…

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