Momentaufnahme: studentische Verzweiflung

Man sitzt in der Bibliothek, schreibt fleißig die Seminararbeit. Unzählige Aufsätze, Artikel und Bücher hat man gelesen und es läuft gut. Die Seiten reihen sich aneinander, der Text wird länger und länger.

Doch dann – ganz plötzlich – gerät man ins Stocken. Ein neues Kapitel, eine andere Sachlage, ein Problem; man weiß nicht weiter. Immer mehr Literatur türmt sich auf dem Schreibtisch, man liest und liest und kommt nicht weiter. Es wird immer konfuser, verwirrender, unübersichtlicher. Um einen herum schreiben alle; keiner scheint Probleme zu haben. Das Tippen auf der Tastatur erfüllt den Raum. Das Geräusch schwillt an, wird immer lauter und lauter. Plötzlich wird das Problem, die Schreibblockade immer größer und bedrohlicher. Man kann keinen klaren Gedanken mehr fassen, wird panisch. Alles dreht sich nur noch um die Lösung, die in greifbarer Nähe scheint und doch nicht sichtbar ist. Bevor man Panik bekommt gibt es nur eines: Pause! Abstand gewinnen!

Nach einem Kaffee schlägt man ein neues Buch auf und da ist sie: die Lösung, die man so verzweifelt gesucht hat.

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