Jetzt geht’s ran ans Fett… und zwar mit einem neuen Steuergesetz!

Was so witzig klingt, ist in Dänemark purer Ernst. Zum ersten Oktober wurde hier eine Fettsteuer eingeführt. Alle Lebensmittelprodukte, die primär aus gesättigten Fettsäuren bestehen, werden zusätzlich versteuert. Pro Kilo sind das 16 Dänische Kronen (in etwa 2,15 Euro). Diese Versteuerung wird für Rohprodukte, wie Milch, Käse und Fleisch fällig. Kauft man beispielsweise eine Fertigpizza, würden alle enthaltenen Zutaten mit Fettgehalt einzeln versteuert. Also der Käse auf der Pizza, gegebenenfalls die Salami und so weiter.

Die Regierung möchte mit dem neuen Steuergesetz ihre Bürger zu einer gesünderen Ernährung bewegen. Dass deren Überzeugung eher weniger der Fall ist, war bereits einen Tag vor Einführung der Fettsteuer zu beobachten. Sämtliche Supermärkte wurden gestürmt, die Kühlregale mit Milch, Butter und Fertiggerichten restlos leer gekauft. Die Dänen legten sich einen Vorrat an Fettprodukten an und füllten vor Inkrafttreten der Fettsteuer noch schnell ihre Gefrierfächer.

Nun denkt auch England und die Schweiz über die Einführung einer solchen Steuer nach. Hinter der Fettsteuer steckt die Intention, das Konsumverhalten der Bevölkerung zu verändern und ein stärkeres Bewusstsein für gesunde Ernährung zu schaffen. Ob es hilft, Übergewicht in der Bevölkerung zu reduzieren, ist fraglich. Wer sich einen Burger mit Pommes einbildet, der wird sich wohl einen kaufen. Derartige „Erziehungsmaßnahmen“ von Seiten der Regierung sind wohl mehr lästig als effektiv.

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