Momentaufnahme: Nebelschleier

Jeden Morgen ist er nun da, breitet sich über die Stadt aus. Kriecht in alle Ecken, bedeckt die Stadt und lässt sie einschlafen. Die Nässe kriecht in die Kleider, lässt mich frieren und schaudern. In der Ferne wird alles eins, die Konturen verschwimmen und verschmelzen. Ein grau in grau, Ton in Ton.

Doch dann, ganz plötzlich geht die Sonne auf. Ihre hellen Strahlen durchbrechen den dichten Nebel. Das grau wird von einem glühenden gelb durchsetzt. Wo zuvor Wassertröpfchen in der Luft hingen, wendet jetzt die Sonne ihre ganze Kraft auf und bringt sie zum Verdunsten. Ein letztes starkes Aufbegehren der Sonne, des Herbstes und eine letze vage Erinnerung an den vergangen Sommer.

Wenn die Sonnenstrahlen mein Gesicht wärmen, darf ich noch einmal hoffen:  Noch ist Herbst, noch ist der Winter nicht ganz angekommen. Ein paar Tage, vielleicht mehr verbleiben noch, bis auch der Herbst vorüber ist.

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