Die skurrilsten Wettbewerbe, Folge 3: Handyweitwurf WM in Finnland

Wer hätte sein Handy nicht schon mal gerne in die Ecke geschmissen. Stets neigen diese Dinger dazu, dann auszufallen, wenn man sie besonders dringend braucht. Und genau aus dem Grund haben auch schon so manche Leute ihre Handys oder neudeutsch „Smartphones“ aus lauter Wut und Frustration in den nächsten See oder gleich von der Brücke auf den Asphalt geworfen.

„Warum nicht aus dieser Gewohnheit einen Wettkampf machen“, dachten sich wohl die Finnen und erfanden schließlich den Handyweitwurf. Kaum verwunderlich, waren unsere Freunde aus dem Norden bei verrückten Wettkämpfen schon immer ganz weit vorne mit dabei. Zudem mag der finnische Handyhersteller gleichfalls froh sein, wenn sein immer wieder anfallender Elektroschrott noch für gute Zwecke verwendet werden kann. Das spart obendrein die Kosten der Entsorgung.

Gegründet haben, so die Legende, die Handyweitwurf WM findige Umweltschützer, um zu verhindern, dass immer mehr Altgeräte von ihren Besitzern in einem der vielen finnischen Seen versenkt werden.

Und so kam es, dass seit dem Jahr 2000 jedes Jahr der kleine finnische Ort Savonlinna Schauplatz der Austragung dieses skurrilen Wettkampfes wurde. Auch für das Jahr 2012 dürfen sich Interessierte und Schaulustige den 20. August dick in ihrem Kalender anstreichen. Dann ist es nämlich wieder soweit und die Handys dürfen fliegen.

So ein Handy wiegt zwischen 220 und 400 Gramm und jeder Wettkampfteilnehmer kann sich aussuchen, ob er ein eher schwereres oder leichteres Handy bevorzugt. Über die Vorzüge von letzterem herrschen geteilte Meinungen.

Es wäre natürlich viel zu simpel, wenn am Ende einfach nur diejenigen gewinnen würden, die ihr Handy über die weiteste Distanz werfen. Knapp über 80 Meter schaffen die Besten in dieser Disziplin. Zwar ist die Distanz in der „traditionellen“ Kategorie ausschlaggebend, doch gibt es noch einige Zusatzkategorien, wie Style und Technik. Hierbei bekommen die Teilnehmer Punkte für Ästhetik und kreative Choreographie.

Die Regeln besagen, dass die Teilnehmer keine eigens mitgebrachten Handys werfen dürfen. Der Veranstalter stellt die „Wettkampfgeräte“ selbst zu Verfügung. Die Sportler suchen sich dann das Handy aus, mit dem sie meinen erfolgreich zu sein. Viele der Handys haben einen Wasserschaden, funktionieren tut eh keines dieser Geräte.

Der Preis für den Sieg in einer dieser Kategorien ist dann auch – suprise, surprise – ein neues Handy !!!

 

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