Street Art wird Kult

Man läuft durch die City und entdeckt neben sich plötzlich einen Laternenmast mit Strickjäckchen drumherum. Was ist das denn? Und vor allem, wer hat das gemacht? Street Art oder Urban Art, wie diese Kunstform auch genannt wird, ist Kunst, die in der Straße stattfindet. Angefangen hat das Ganze mit Graffitis, mittlerweile lassen sich damit Millionen verdienen.

Bestes Beispiel, Banksy. Viel mehr als seine Kunst und, dass er Brite ist, weiß man von dem Mann nicht. Seine Identität und sein Gesicht bleiben geheim und doch ist er einer der weltweit bekanntesten Street Artists. Angefangen in London, sind seine Kunstwerke mittlerweile auf der ganzen Welt zu sehen. Im Gazastreifen zieren seine „Graffitis“ Grenzwände und setzen nicht nur dort politische Zeichen. Der Überwachungsstaat, das Sauber-Image der westlichen Gesellschaft oder ganz allgemein die Staatsgewalt sind oft Gegenstand seiner Kritik. Aber auch einfache Gedankenspiele unterhalten die Menschen auf der Straße. Sogar Brangelina haben inzwischen einen „Banksy“ an der Wand, für satte £ 1 Millionen.

Street Art hat sich – nicht nur dank Banksy – mittlerweile einen Namen gemacht. In München und Berlin findet jährlich die Urban Art Messe „Stroke“ statt und in den Städten sind immer mehr kleine Kunstwerke im Öffentlichen Raum zu finden – seien es Graffitis, Aufkleber oder Plakate. Der besondere Reiz der Straßenkunst ist vor allem sein Humor. So werden Risse in der Wand zu Ausbruchsmöglichkeiten für allerlei Monster und ganz normale Einkaufsmeilen zu riesigen Schluchten. Doch auch das Mysteriöse an der Urban Art scheint den Menschen zu gefallen: Wer ist Banksy? Welcher Künstler hat das wohl gemalt? Wie kam derjenige auf das Dach dort oben? Der Reiz des Verbotenen gefällt nicht nur den Betrachtern der Kunst, sondern auch den Artists selbst. Denn würde man die Künstler fassen, würden ihnen teilweise saftige Strafen wegen Sachbeschädigung drohen. Schließlich bemalen sie fremdes Eigentum.

Doch die Street Art ist inzwischen auch von Kunstinstitutionen wie dem Auktionshaus Sotheby’s zur modernen Klassik ernannt worden und findet immer mehr Wege in die institutionalisierte Kunst. Doch zugänglich ist sie auf der Straße immer noch allen, und das macht sicher auch den Kunstdesinteressierten Spaß!

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