Windsurf Worldcup Sylt 2013 inspired by Think Blue

Ende September, Anfang Oktober ist Sylt schon seit Jahren fest in der Hand der weltbesten Windsurfer. In Westerland am Brandenburger Strand, findet der Grand Slam der PWA World Tour statt. Es ist das weltweit größte Event der Windsurfer, wo keiner der Top-Surfer fehlt. 2013 ist vom Ende September bis Anfang Oktober Sport und Party-Time.

WorldCupSylt

Auch Windsurf-Legend Robby Naish, obwohl nicht mehr selbst aktiv, lässt es sich in den meisten Jahren nicht nehmen, zum Surf Cup Sylt zu kommen und so wie er denken um die 200.000 Zuschauer. Die Promenade wird zur Eventmeile, Fahrerlager und Boxengasse zugleich. Die Sportler verstecken weder sich, noch ihr Material, so dass ambitionierte Hobby-Surfer sich sicher das ein oder andere auch abschauen können und einen Tipp von den Profis erhalten.

Vor 30 Jahren ging es für die Windsurfer zum ersten Mal um den Titel auf Deutschlands nördlichster Insel. Nur wenige Zuschauer, von denen die meisten selbst auf dem Board standen, verliefen sich damals an den Brandenburger Strand. Mittlerweile kommen über 200.000 Besucher, wenn die besten Windsurfer der Welt in Westerland aufeinander treffen. Aus dem „Insider-Meeting“ zu Beginn ist im Laufe der Jahrzehnte das größte Windsurf-Event weltweit geworden, das sich gleichzeitig zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Insel Sylt entwickelt hat.

Auch in diesem Jahr ist der GP Joule Windsurf World Cup Sylt inspired by Think Blue mit seiner Mischung aus Spitzensport, Unterhaltung und Partys ein Top-Wassersport-Highlight und will in Zukunft weiterhin tonangebend in seinem Metier bleiben. Der einzige Super Grand Slam der PWA World Tour schüttet mit 120.000 Euro das mit Abstand höchste Gesamtpreisgeld aus. Mit Waveriding, Freestyle und Slalom werden alle drei Disziplinen der Tour gestartet. Im Freestyle und Slalom ist das Weltfinale und es werden die neuen Weltmeister gekürt. Im Wellenreiten könnte auf Sylt der neue Titelträger bereits feststehen. Es folgt noch ein Event in Chile.

Eine Hauptrolle dabei spielt der zweifache Weltmeister Philip Köster aus Hamburg, der auf Gran Canaria lebt und trainiert. Gelingt dem 19-Jährigen in Westerland nach 2012 sein zweiter Sieg in Folge, wäre je nach dem Abschneiden der Konkurrenz der Titel-Hattrick des Überfliegers schon vorzeitig möglich. In jedem Fall wird der „Fan-Magnet“ mit seinen spektakulären Sprüngen und sensationellen Wellenritten einer der ganz großen Stars am Brandenburger Strand sein.

Koester

Seine deutschen Kollegen Dany Bruch, der in Wilhelmshaven geboren wurde und auf Teneriffa lebt, Klaas Voget aus Hamburg und der Kieler Leon Jamaer haben gute Chancen auf vordere Plätze und sorgen für eine starke deutsche Präsenz beim Waveriding. Gleiches gilt bei den Damen für Steffi Wahl. Die Kielerin kommt als Weltranglistenvierte nach Sylt und könnte hier mit einem Podiumsplatz die Saison zum ersten Mal in ihrer Karriere als WM-Dritte beenden.

Im Freestyle kann auch in diesem Jahr keiner den fünffachen Weltmeister Jose „Gollito“ Estredo stoppen. Der Venezolaner ist so gut wie unschlagbar und wird die Besucher mit seinem schier unerschöpflichen Reservoir an akrobatischen Tricks wie sooft in der Vergangenheit zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Im Fokus der heimischen Fans dürfte Adrian Beholz vom Bodensee stehen, der drauf und dran ist, als erster deutscher Freestyler seit Jahren wieder unter die Top Ten zu fahren.

Der 20-malige Champion Antoine Albeau ist beim Slalom das Maß aller Dinge. Für Windsurf-Ikone Björn Dunkerbeck wird es in diesem Jahr zwar nichts mit dem 42. WM-Titel, dafür ist „Dunki“ auf seiner Insel als Rekordgewinner mit elf Siegen immer für den ersten Platz gut. Für die Flensburger Vincent Langer und Gunnar Asmussen, Sebastian Kördel (Konstanz) und Oliver-Tom Schliemann (Eckernförde) muss das Erreichen der Halbfinalläufe erstes Ziel sein. Etwas weiter könnte es beim 16-maligen Deutschen Meister Bernd Flessner gehen, der zum 25. Mal in Westerland

Nach Surf-Legende Robby Naish wurde Philip mit 17 Jahren zweitjüngster Windsurf-Weltmeister und verteidigte den Titel im vergangenen Jahr souverän. Auch in dieser Saison liegt Philip Köster auf WM-Kurs und peilt den Hattrick an. Wer soll den Überflieger stoppen, wohin soll es noch gehen – das weiß nur Philip Köster selber.

Du bist mit 19 Jahren schon zweimaliger Weltmeister, scheinst aber immer noch besser zu werden. Wie machst Du das?
Ich habe heute noch genau soviel Spaß am Windsurfen wie früher und trainiere immer noch mit der gleichen Leidenschaft. Ich kann noch so viele neue Tricks und Sprünge lernen oder kreieren, es exisiteren so viele schöne und aufregende Sports, die ich noch nie gesehen habe. Es gibt noch viel zu entdecken.

Wenn man überhaupt von Defiziten sprechen kann, gab es sie bei Dir zu Beginn im taktischen Bereich. Aber auch da gehörst Du mittlerweile zu den Abgezocktesten.
Ich wollte in einigen Wettkämpfen gleich am Anfang meine besten Sprünge und Tricks raushauen, obwohl die Bedingungen dafür gar nicht geeignet waren. So bin ich vor Jahren beim World Cup auf Sylt etwas kopflos gesurft und gleich ausgeschieden. Aber das war mir eine Lehre. Heute warte ich ab und bin viel geduldiger, was nicht heißt, dass ich nicht manchmal auch noch was Verrücktes mache.

Verrückt wäre ja der Triple Loop, den Du noch springen willst und im Training beinahe schon gestanden hast?
Ich war tatsächlich im Training knapp dran, aber es muss einfach alles passen, die Wellen, der Wind und natürlich auch meine Tagesform. So einen Triple Loop springt man nicht einfach so, bisher hat ihn ja auch noch kein Mensch im Wettkampf gestanden.

Du warst schon immer ein unglaublicher Springer. Mittlerweile sieht man von Dir auch atemberaubende Wellenritte mit spektakulären Tricks.
Ich versuche immer, neue Dinge einzustudieren und zu entwickeln. Auch wenn sie am Anfang nicht klappen, irgendwann habe ich sie drauf und kann sie im Wettkampf zeigen. Wichtig ist es, die richtige Welle zu erwischen und du darfst niemals gegen sie ankämpfen, sondern musst mit ihnen spielen. Dann spielen sie auch mit.

Du bist auf Sylt 2011 Weltmeister geworden, hast hier im letzten Jahr gewonnen und Deinen Titel verteidigt. Diesmal wird beim 30. Geburtstag des GP Joule Windsurf World Cup der Hype um Deine Person wieder sehr groß sein.
Ich werde meinen ersten WM-Titel nie vergessen, vor allem den Moment nicht, als mir am Brandenburger Strand vor Tausenden von Zuschauern der Pokal übergeben wurde. Ich habe immer gesagt, dass ich Weltmeister werden will und plötzlich ist der Traum wahr geworden. Damit wurde natürlich auch der Rummel um meine Person viel größer.

Und das macht Dir manchmal zu schaffen.
Ohne Wasser bin ich irgendwie nur ein halber Mensch und wenn ich nicht aufs Meer kann, sondern den ganzen Tag gefragt und herumgereicht werde, ist das manchmal schon schwer. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und kann ganz gut mit dem Rummel umgehen. Außerdem ist das nur auf Sylt so, bei anderen World Cups ist das für mich wesentlich entspannter.

Kennt Dich da keiner?
Natürlich, aber dort gibt es viel weniger Medien und Besucher. Sylt ist mit Abstand das größte Windsurf-Event der Welt mit den meisten Zuschauern und der größten Medienpräsenz. Und als deutscher Weltmeister stehst du da natürlich immer im Mittelpunkt.

Was wünscht Du Dir auf Sylt?
Ich will dort meinen WM-Hattrick feiern und hoffe auf viel Wind, damit ich lange auf dem Wasser sein kann.

Außerdem mit am Start ist DAKINE Teamrider Philip Soltysiak. Philip machte seine ersten Windsurf Erfahrungen im Jahre 1995 bei einem Familien Ausflug in North Carolina. Seitdem steht er fast täglich auf seinem Windsurfbrett. Mehr Infos findet ihr auf seiner Website unter: http://www.philipsoltysiak.com/phil.php.

In diesem Sinne, Philip(p) ride on!!!

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