Riesenwellen-Surferin Gabeira: „Die Wand schien kein Ende zu nehmen“

Die brasilianische Big-Wave-Surferin Maya Gabeira hätte ihren Wagemut fast mit dem Leben bezahlt: Vor Portugals Küste ritt sie auf einer gigantischen Welle – und stürzte. Im Interview spricht sie über die Naturgewalt und ihre Position als Frau in einer Männerdomäne.

Maya Gabeira hätte den Ritt fast nicht überlebt. Es ist nun rund eine Woche her, dass sie in Nazaré an der Küste Portugals eine gigantische Welle surfte als der Orkan für Rekordjagd mit Carlos sorgte und somit Maya ins Wasser stürzte und an Land wiederbelebt werden musste. Ihr Landsmann Carlos Burle hatte die 26-Jährige aus dem Wasser gezogen.

In Nazaré türmten sich an dem Tag die Wellen zu bedrohlichen Ungetümen. Burle ging nach der erfolgreichen Rettungsaktion zurück ins Wasser und surfte auf einer Welle, die auf eine Höhe von bis zu 30 Metern geschätzt wurde. Wahnsinn! Gabeira musste sich Kritik von Surflegende Laird Hamilton anhören: Sie habe einfach nicht die Fähigkeiten, um unter derartig heftigen Bedingungen zu reiten.

Maya: „Mir geht es wieder besser. Ich kuriere hier in Rio de Janeiro meinen gebrochenen Knöchel aus und bin einfach froh, nach meinem Krankenhausaufenthalt in Portugal nun endlich zu Hause zu sein. Nachdem ich auf einer gigantischen Welle beinahe ums Leben kommen bin, war ich praktisch tot. Nur dank meines Partners Carlos Burle kann ich heute noch sprechen.“

Maya wollte schon als Teenager große Wellen surfen, kleine haben sie nicht interessiert. Wellenreiten ist ein gewaltiger Rausch, Riesenwellen gibt es nicht oft. Somit fiebert man laut Maya den Tagen entgegen und macht sich fit für den großen Wellenritt. Die Welle in Nazaré war die größte, die Maya jemals gesurft ist. Sie schrie Carlos kurz vorher zu: „Heute gebe ich alles“ Zieh mich rein!“ Sie raste diese Wand herunter… Doch diese schien kein Ende zu nehmen.

Maya erzählte, dass die Wasseroberfläche sehr unruhig war und ihr Board wie auf eine Buckelpiste ratterte. Einer dieser Schläge von unten brach Maya´s Knöchel. Somit verlor Sie die Kontrolle und stürzte. Das Weißwasser begrub Maya unter sich. Als sie wieder an die Oberflöche kam, sah sie bereits die nächste Wasserwand auf sie zukommen und somit wurde sie wieder lange unten gehalten. Als sie schließlich von der dritten Welle so heftig getroffen wurde, sodass ihre Schwimmweste zerfetzt wurde, wusste Maya, dass sie in Schwierigkeiten ist. An der Wasseroberfläche sah sie alles in grellem Weiß. Die Strömung zog Maya Richtung der Felsen, während sie von den Wellen immer Richtung Land geschleudert wurde. Ohne Schwimmweste konnte sie kaum den Kopf über Wasser halten. Und dann kam die Rettung: Carlos! Nach 5 Minuten kam er auf dem Jetski herangerast, doch sein Rettungsschlitten traf sie am Kopf, sodass ihr schwarz vor Augen wurde. Doch mit letzter Kraft zog Maya an der Leine und lies sich Richtung Strand schleifen.

Maya: „Ich war quasi tot. Mein ganzer Dank gilt Carlos, der mich auf den Strand schleppte und wiederbelebte.“

Trotzallem wird Maya in zwei Monaten, wenn ihr Knöchel geheilt ist, noch mehr Gas geben. Ihr Ticket nach Hawaii ist bereits gebucht und somit wird sie ab Januar wieder die größten Wellen des Planeten jagen“.

Hier der Bericht zur Monsterwelle in Portugal!

 

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